Schwartz, Simon

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„Umberto Eco hat mir mehr zum Mittelalter gesagt als tausend Geschichtsstunden.“ 

Illustrator und Comicbuchautor Simon Schwartz über seine Arbeit und die Möglichkeiten der Graphic Novel für die Geschichtsvermittlung 

 


lesepunkte: Ihre aktuelle Graphic Novel erzählt die Geschichte von Matthew Henson, einem afroamerikanischen Mitglied der Nordpolexpedition von 1909. Doch anders als sein Expeditionsleiter, der Navy-Leutnant Robert Peary, erhielt Henson lange keine Anerkennung für seine Leistungen. Erst im Jahr 2000 ehrte ihn die National Geographic Society mit der Hubbard-Medaille und dieses Jahr taten Sie es mit Ihrem Buch „Packeis“. Doch ehrlich gesagt werden die meisten noch nie etwas von Matthew Henson gehört haben. Wie sind Sie selbst auf dieses Thema aufmerksam geworden?

 

Simon Schwartz: Ich hatte ursprünglich einmal für ein ganz andersartiges Projekt recherchiert, wo es um eine Polarexpedition ging, und hatte im Allgemeinen viel über Polarexpeditionen gelesen, über Amundsen und Scott sowie Shackelton, und irgendwann landet man zwangsläufig auch bei Robert Peary. Ich habe dann einen Artikel über ihn gelesen, über die Meteoriten der Inuit, die er und sein Team nach New York verschleppten, über dieses Scheinbegräbnis, eben über Dinge, die ihn als Figur sehr interessant gemacht haben für mich. In diesem Artikel war auch ein ganz kleines Foto von Henson und es stand darunter: „Sein treuer Begleiter Matthew Henson“ – und sonst nichts. Das hat mich dann stutzig gemacht. Und da ich gerne recherchiere und das auch ganz wichtig finde, und ich dadurch natürlich auch auf Ideen für Geschichten komme, habe ich weiter recherchiert und bin dann auf die Idee gekommen über diesen Henson etwas zu machen.

lesepunkte: Hat auch ihr Studium und Leben in Hamburg etwas mit dem Interesse für die Seefahrt zu tun?

 

Simon Schwartz: [lacht] Ich weiß nicht, ob Hamburg und sein Hafen da ein gewisses Faible geschaffen haben, aber ich glaube eher nicht. Es ist eher eine gewisse Faszination für diese Polexpeditionen, weil sie auch für mich etwas völlig Unverständliches haben, wie man sich dreißig Jahre mit voller Absicht in eine absolut lebensfeindliche Region begibt, um zu einem Ziel zu kommen, was am Schluss genauso aussieht, wie alles, was man auf dem Weg gesehen hat. Henson bzw. Mahri Pahluk steht am Schluss auf dieser großen weißen Fläche und es sieht genauso aus wie alles andere, wo er schon war. Das hat mich fasziniert. Eine allgemeine Faszination für Seefahrt habe ich eher nicht.

lesepunkte: Wie lange haben Sie an „Packeis“ gearbeitet und wie muss man sich den Schaffensprozess vorstellen?

 

Simon Schwartz: Das ist immer schwer zu sagen. Im Fall von „Packeis“ hat es 2 1/2 Jahre gedauert, wobei ich aber auch nicht durchgehend daran gearbeitet habe. Weil ich viel als Illustrator für Zeitschriften und Magazine tätig bin, kommen andere Projekte oder Aufträge immer wieder dazwischen, die dann die Arbeit unterbrechen. Insofern kann ich nicht genau sagen, wie lang jetzt die genaue Arbeitszeit ist, aber bis es fertig war, hat es 2 1/2 Jahre gedauert.

lesepunkte: Zeichnen Sie alle Bilder von Hand oder kommt auch eine digitale Bearbeitung zu Einsatz?

 

Simon Schwartz: Ich mache mit Bleistift eine Vorzeichnung, eine grobe Skizze von einer Seite oder Szene, und schreibe auch den Dialog dazu. Das kann man sich in etwa wie das Drehbuch für einen Film vorstellen. Diese Bleistiftzeichnung ziehe ich dann mit Tinte und schwarzer Zeichentusche nach. Dies wird dann gescannt, um die Farbe dann digital am Computer zu setzen.

lesepunkte: Wie sahen die Recherchen zur dargestellten Inuit-Kunst aus? Waren Sie im American Museum of Natural History, das auch im Buch vorkommt, oder haben Sie während der Recherche sogar selbst mit Inuit gesprochen?

 

Simon Schwartz: Das Museum of Natural History habe ich tatsächlich letzte Woche besucht. Vorher konnte ich ja nicht ständig nach New York, aber letzte Woche war ich dort und habe mir auch die Meteoriten angesehen. Es ist sehr spannend, wenn man sich an einem Ort aufhält, mit dem man sich 2 1/2 Jahre beschäftigt hat. Und dann ist man wirklich da und hat mit Objekten und Orten zu tun, von denen man weiß, dass Matthew Henson sie auch berührt oder oder durch die Gegend getragen hat.

Mit den Inuit war es so, dass ich das Zitat von Peter Freuchen, was auch am Anfang des Buchs zu finden ist, gelesen habe, und mich auch das wieder stutzig gemacht hat. Es berichtet von der Sagenfigur Mahri Pahluk, von der sich die Inuit in Riten und Gesängen erzählen, und ich habe sehr schnell gefolgert: „Das kann nur Matthew Henson sein!“ Diese Sagen mussten also auch Teil der Handlung werden und ich habe versucht, eine optische Formsprache dafür zu finden. Ich wollte eigentlich gerne so wie die Inuit zeichnen und habe gemerkt, das gibt es gar nicht. Schlicht und ergreifend aufgrund eines Pigmentmangels gibt es eigentlich keine Inuitmalerei. Dies kam erst in den 1950/60er Jahren, als die Inuit durch Sozialprojekte Buntstifte bekommen haben. Was es aber auch zur Zeit Hensons gab, waren Masken, die aus Treibholz und Federn gefertigt wurden. Diese habe ich dann als Vorlage für die Zeichnungen genommen.  

lesepunkte: Die Masken sind ja auch ein wichtiges Stilmittel in dem Buch und dabei fällt auch die Farbgebung auf. Es ist kein klassisches schwarz-weiß, sondern es gibt noch mehrere Blautöne. Warum haben Sie sich gerade für diese Farben entschieden?

 

Simon Schwartz: Der avant-Verlag, bei dem „Packeis“ erschienen ist, hat durchaus mehrere Bücher im Programm, die wirklich nur mit zwei Farben gedruckt sind, d.h. schwarz und eine zweite Farbe. Das ist etwas, was mir sehr gut gefällt. Ich finde, es sieht sehr edel aus, und ich wollte es einfach mal ausprobieren. Blau war für mich einfach die Farbe – ich habe mich ja auch für ein sehr kaltes Blau entschieden – die für meine Geschichte am sinnvollsten erschien. Gelb, grün oder rot wären z.B. eher unpassend gewesen. Das Schöne dabei ist auch der Effekt, dass man die Illusion weiterer Farben hat, obwohl es nur zwei sind.

lesepunkte: Steht die Farbwahl auch in einer Korrelation zur Hautfarbe Hensons, die ja einen entscheidenden Faktor in seinem Leben darstellt, denkt man etwa an die ihm versagte Anerkennung?

 

Simon Schwartz: Es war eine ästhetische Entscheidung, dieses Blau zu verwenden, aber es war nicht als ein inhaltlicher Bezug auf den Rassismus gedacht, auch wenn das natürlich ein sehr wichtiges Thema in diesem Buch ist.

lesepunkte: Bezogen auf das Thema Rassismus: Wollen Sie Matthew Henson späte Gerechtigkeit zukommen lassen? Ist er in Ihren Augen ein Held? Oder was möchten Sie dem Leser mit „Packeis“ vermitteln?

 

Simon Schwartz: Wenn ich eine Geschichte mache, bin ich in gewisser Weise auch egoistisch. Ich arbeite nicht konkret für eine Leserschaft, da ich auch gar nicht genau weiß, wer mein Leser ist. Ich bin ja nicht dabei, wenn die Leute meine Bücher kaufen oder wenn sie sie lesen. Ich mache wirklich Geschichten, die mich interessieren. Der Arbeitsprozess an einem Buch ist auch ein Prozess, bei dem ich das Gefühl haben muss, dass er mir etwas bringt. In diesem Fall war es so, dass ich ein Buch von Henson selbst gelesen habe, seine Autobiographie „Dark Companion, die er vermutlich diktiert hat – es ist unklar, ob er lesen und schreiben konnte. Mir ist an diesem Buch aufgefallen ist, dass er so gut wie gar nicht über Rassismus redet, und dass ich am Ende genauso wenig über ihn als Persönlichkeit wusste wie vorher. Mein Versuch war anschließend, herauszufinden, wie so jemand tickt. Wie ist er erstens von seiner Zeit geprägt? Aber was ist er auch für ein Typ, der sich sagt „Ich trete nicht in den Vordergrund, auch wenn sich mir die Möglichkeit ergibt“? Er ist ja auch für den Leser nicht wirklich greifbar, erklärt sich nicht, nicht einmal seiner Frau, und er hat sich mir auch nicht erklärt. Es wäre auch gelogen, wenn ich nun die ultimative Wahrheit über Henson präsentieren wollte, weil ich die ja gar nicht kenne. Es war trotzdem ein Versuch, ihn irgendwie zu erklären oder zu verstehen.

lesepunkte: Auch in drüben, Ihrem ebenfalls prämierten Erstlingswerk und gleichzeitig Ihrer Diplomarbeit, behandeln Sie ein historisches Thema, und zwar die Ausreise Ihrer Eltern aus der DDR. War das Buch eher eine Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit oder mehr der Versuch, Ihren Lesern das Thema der Ausreise aus der DDR näher zu bringen, z.B. Jugendlichen, die erst nach dem Mauerfall geboren wurden?

 

Simon Schwartz: Der Wunsch bei diesem Buch war tatsächlich der, das Ganze für mich selbst mehr zu verstehen. Natürlich hat es sicherlich auch einen gewissen Mehrwert für andere Leute. Es mach auch keinen Sinn, ein Buch zu veröffentlichen, wenn man nicht glaubt, dass es auch andere interessieren könnte [lacht]. Aber der Grund dafür, tatsächlich ein Buch zu machen, ist immer das Bedürfnis, selbst mehr zu erfahren und zu verstehen. Ich bin auch mit sehr viel Wut im Bauch an drüben herangegangen, weil ich nicht verstanden habe, warum sich meine Großeltern gegenüber meinem Vater und meiner Familie so verhalten haben. Und indem ich mich so lange täglich damit beschäftigt habe, habe ich immer mehr verstanden „Aha, die handeln so, weil die so und so drauf sind“, und ich bin dann mit weniger Wut mit diesem Buch fertig geworden, weil es sich mir erklärt hat. Das entschuldigt für mich nicht, was sie getan haben, aber ich habe sie als Menschen mehr kapiert. So ein bisschen wie Psychotherapie, bloß in Bildern.

lesepunkte: Dennoch behandeln beide Bücher ja historische Themen. Können ganz allgemein Comics und Graphic Novels auch komplexen oder sensiblen historischen Themen Ihrer Meinung nach gerecht werden?

 

Simon Schwartz: Selbstverständlich! Genauso gut wie das der Film kann, der Roman, das Theaterstück oder jedes andere Medium. Das Problem des Comics ist ja immer, dass er nicht als Medium, sondern als Genre wahrgenommen wird, das sich mit Superhelden oder lustigen Tiergeschichten beschäftigt. Ich nenne als Beispiel immer gerne The Great Train Robbery von 1903, einen der ersten Spielfilme, und das war ein Western. Doch heute würde niemand sagen „Filme können immer nur Westerngeschichten erzählen!“ Aus irgendeinem Grund ist leider der Comic heute noch immer in der Wahrnehmung der Gesellschaft das Medium der Tiergeschichten und Superhelden, was er aber von Anfang an nie war. Es gab immer Leute, die mit Comics auch andere Geschichten erzählt haben, und daher kann er wie jedes andere Medium auch im Guten wie im Schlechten jedes Thema behandeln. Es erscheinen, glaube ich, im Moment so viele Bücher in Deutschland wie noch nie und es überwiegt die Quantität vor der Qualität. Und im deutschen Comic, möchte ich behaupten, ist es anders herum. Es gibt mehr Qualität als Quantität, vielleicht auch weil es ein kleines Segment ist.

lesepunkte: Kann ein Comic bzw. eine Graphic Novel das gleiche leisten wie historisches Buch in Textform? Glauben Sie nicht, dass ein Problem daraus entstehen könnten, dass der Interpretationsspielraum bei Bildern größer ist?

 

Simon Schwartz: Ich glaube, dass es einen Mehrwert hat. Ich muss auch sagen, dass ich mich nicht als Historiker betrachte, ich erzähle Geschichten. In „Packeis“ z.B. handelt die Figur Henson zwar, aber er erklärt sich mir nicht. Es gibt eine Comic-Theorie, die besagt, dass Figuren, die sehr einfach gezeichnet sind – das Paradebeispiel ist Tim aus „Tim und Struppi“ – eine große Identifikations- und Projektionsfläche für den Leser darstellen. Und ich denke, da ist etwas Wahres dran. Denn wenn ich eine Figur nur handeln lasse und sie sich nicht näher erklärt, bin ich als Leser gezwungen selbst Interpretationen zu finden: „Wenn ich in dieser Situation wäre, wie würde ich reagieren?“ Ich glaube, dass die Partizipation viel größer ist, wenn nicht alles vorgekaut wird und ich selbst gefordert bin zu überlegen. Ein Bild kann einerseits sehr konkret sein, es kann aber auch ganz wunderbar vage sein, wenn es in eine Erzählung eingebunden ist.

lesepunkte: Sie sagten, dass Sie kein Historiker seien, aber wie viel Wert legen Sie dennoch auf die historische Authentizität Ihrer Arbeiten? In „Packeis“ haben Sie z.B. eine Zeitleiste im Anhang, halten sich in Ihrer Erzählung aber nicht immer an diese „Fakten“.

 

Simon Schwartz: Zunächst einmal wird man einfach keinen Text finden, in dem man genau erfährt was Henson, Cook oder Peary tatsächlich für Typen waren. Man wird z.B. nicht erfahren, ob das jetzt „Morgenmuffel“ waren, man hat immer nur bestimmte Fakten. Und das ist dann der literarische Teil, den ich fülle. Das andere ist: Henson hatte zwei Frauen, ich mache daraus eine, Cook war nicht in Nicaragua, bei mir kommt er in Nicaragua schon vor, weil er einfach so wichtig für die Handlung ist, dass ich ihn früher einführen musste, damit die Figur auch glaubwürdig für den Leser ist. Das sind Freiheiten, die ich mir nehmen kann, weil ich einfach so sicher im Stoff bin. Ich muss jederzeit in der Lage sein, den Leuten zu berichten, wie es genau war, um mir dann an bestimmten Stellen auch Freiheiten nehmen zu können, die aber absolut glaubwürdig und schlüssig sind, weil ich ja das große Ganze kenne. Also ist die Recherche und das historische Wissen absolut wichtig, aber ein Historiker würde sich nicht diese Freiheiten nehmen, nur damit eine Geschichte schlüssiger funktioniert.

lesepunkte: Bei den Krickelkrakels zeichnen Sie für ein sehr junges Publikum, in den Tageszeitungen und Magazinen für Erwachsene. Welche Zielgruppe möchten Sie mit Ihren Büchern erreichen?

 

Simon Schwartz: Ich glaube meine Leserschaft ist sehr breit gestreut. Ich habe Leser meiner Bücher kennengelernt, die waren von 12 bis Anfang 60 und ich glaube, das liegt an einem konkreten Interesse am Stoff. Ich hoffe und das ist auch schon teilweise so, dass der Comic bzw. die Graphic Novel von den Verlagen nicht mehr nur für eine bestimmte Zielgruppe hergestellt wird. Denn 12- bis 60-Jährige sehen sich ja auch Filme gemeinsam an. Ich glaube, das weicht immer mehr auf. Ich habe niemanden, zu dem ich direkt rede außer zu mir selbst, wenn ich so ein Buch mache

lesepunkte: Wie ist denn der Stellenwert Ihrer Arbeit als Illustrator für Zeitungen und Zeitschriften im Vergleich zu der des Comic-Autors? Sehen Sie ersteres als „notwendiges Übel“, um sich das Comic-Zeichnen finanziell zu ermöglichen?

 

Simon Schwartz: Nein, ich mache beides unglaublich gerne. Ich sehe es immer als Bereicherung, wenn man so lange an einem Projekt wie „Packeis“ arbeitet, dass man zwischendurch einen anderen Auftrag bekommt, der lautet: „Sie haben eine Woche, sich in dieses oder jenes Thema einzulesen und in zwei Wochen brauchen wir die fertige Illustration!“ Ich beschäftige mich sehr gerne mit ganz verschiedenen Themen, denn dabei kann man auch mal andere Stile ausprobieren. Ich mache das genauso gerne, wie ich meine Bücher mache.

lesepunkte: Unsere jungen Leser interessiert sicher, wie man mit Comics Geld verdienen kann. Wie wird man professioneller Comicbuchautor?

 

Simon Schwartz: Ich habe natürlich von klein auf sehr viele Comics gelesen und ich komme auch aus einem Haushalt, wo das gefördert wurde. Ich habe dann nach dem Abitur Illustration in Hamburg studiert. Dort gibt es den einzigen Studiengang in Deutschland, der sich komplett auf Illustration konzentriert und das auf einem sehr hohen Niveau. Und Comic ist dabei ein Teilbereich der Illustration, und wie ich finde vielleicht sogar der spannendste, weil es dort die Möglichkeit gibt, nicht nur das Bild, sondern auch die Handlung zu bestimmen. Anschließend bewirbt man sich bei Verlagen und wenn man dann Glück hat, sagt ein Verlag „Ja, das ist ein interessantes Thema, das wollen wir verlegen.“

lesepunkte: Hat denn aktuell schon ein Verlag „Ja“ gesagt zu einem neuen Thema? Gibt es bereits ein neues Buchprojekt?

 

Simon Schwartz: Jein [lacht] Dazu möchte ich mich noch nicht äußern.

lesepunkte: Aber wollen Sie sich denn in Zukunft auf historische Inhalte wie in „Packeis“ und „drüben“ spezialisieren?

 

Simon Schwartz: Ja, ich denke schon. Das Recherchieren und neue Bezüge zu entdecken macht mir einfach viel Freude. Wenn man mit dem Hintergrund daran geht, dass man eine Geschichte erzählen und nicht ein Geschichtsbuch schreiben möchte, schafft man es auch, ganz andere Bezüge und Verknüpfungspunkte zu erkennen. Deswegen denke ich auch, dass der historische Roman oder der historische Comic einen Mehrwert hat. Ein Roman von Umberto Eco hat mir persönlich mehr zum Mittelalter gesagt als tausend Geschichtsstunden.

(Interview: Philipp Scherber) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Interview mit Simon Schwartz (Philipp Scherber). lesepunkte 7 (2012), Nr. 4, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/9699/

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Erstellt: 17.12.2012

Zuletzt geändert: 17.12.2012

Kurzbiographie

Simon Schwartz wurde 1981 in Erfurt geboren und wuchs nach der Auswanderung seiner Eltern aus der DDR in Berlin auf. Diese Erfahrungen verarbeitete er in seinem ersten Buch "drüben!". Mit diesem Werk schloss er zudem sein Studium der Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg ab, an der er seit 2011 auch einen Lehrauftrag hat. Außerdem ist Simon Schwartz als Illustrator für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften tätig. Sein neuestes Buch "Packeis" ist im avant-Verlag erschienen und wurde 2012 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.


Weitere Informationen zum Autor und seiner Arbeit findet ihr unter www.simon-schwartz.com

Simon Schwartz: Packeis, Berlin: avant-Verlag 2012, ISBN 978-3-939080-52-7