Parnass, Peggy und do Rêgo Silva, Tita

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„Ich finde, dass ich mit meinen toten Eltern so viel besser dran bin als die Millionen mit ihren verdammten Nazieltern, die sie lieben sollen, obwohl sie wissen, was sie auf dem Kerbholz haben.“ 

Peggy Parnass über ihre Kindheit und ihr gleichnamiges Buch, das von der Künstlerin Tita do Rêgo Silva eindrucksvoll illustriert wurde 

 


lesepunkte: Wir befinden uns hier im Comedia Theater mit Peggy Parnass und ihrer Freundin Tita do Rêgo Silva und haben gerade die Lesung zu ihrem Buch „Kindheit“ im Rahmen der lit.Kid.Cologne gehört. Als erstes möchten wir uns für das Interview bedanken. Wir sind Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Leverkusen und gehen gemeinsam in die neunte Klasse.

Zunächst würde mich interessieren, ob Sie eine angenehme Anreise zu dieser Veranstaltung hatten, da Sie in Ihrem Buch schreiben, dass Sie Angst vor Zügen seit der Zeit des Drittens Reichs haben. Haben Sie diese Angst immer noch oder hat sie sich in den letzten Jahren gelegt? 

 

Peggy Parnass: Im Gegenteil, sie hat sich gesteigert und zu einer Phobie ausgewachsen. Aber Tita hatte zwei knackfrische Brötchen mit, eines mit Wurst und eines mit Honig, die mir die Reise sehr versüßt haben. Die Sonne schien, und plötzlich haben wir uns sogar darauf gefreut.

lesepunkte: Ihr Buch heißt „Kindheit. Wie unsere Mutter uns vor den Nazis rettete“. Was macht für Sie allgemein die Phase der Kindheit aus und wie viel an typischer Kindheit haben Sie erfahren?

 

Peggy Parnass: Ich finde, dass von Kindheit überhaupt nicht die Rede sein kann. Das wird im Buch nicht so deutlich, aber es gab keine Kindheit. Es fing nicht erst damit an, dass wir rausgeschmissen wurden, sondern die Panik davor war ständig da. Unsere Eltern haben pausenlos Ausreiseanträge geschrieben an alle Länder, die in Frage hätten kommen können. Wir waren keine reichen Flüchtlinge, die willkommen waren, da Pudl, unser Vater, aus seinem idiotischen Einsatz für die Deutschen im Ersten Weltkrieg neben vielen Tapferkeitsauszeichnungen auch eine Lungenquetschung mitgebracht hatte. Das waren zwei gute Gründe, uns nicht reinzulassen.

lesepunkte: Wollten Sie in erster Linie Ihre „Kindheit“ aufschreiben, um sich an die Liebe zu Ihren Eltern zu erinnern oder um die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten oder als Warnung an die heutige Zeit, dass so etwas nie wieder geschehen darf?

 

Peggy Parnass: Von allem etwas. Ich weiß nicht, ob es etwas nützt. Aber ich hatte immer die Illusion, dass man durch Deutlichmachen etwas verhindern oder in Gang setzen kann. Ich weiß inzwischen, dass das Schreiben nicht so viel nützt, wie ich gehofft habe. Die Liebe meiner Eltern ist für mich ein Dauertrost. Ich habe die Hoffnung, dass sie zusammen waren, als sie vergast wurden, dass man sie nicht auseinandergerissen hat. Ich versuche, mich daran festzuklammern, dass sie sich umarmen konnten bis zur letzten Sekunde. So stelle ich mir das sehr gerne vor.

lesepunkte: Anfang des Jahres hatten wir Sally Perel an unserer Schule zu Besuch, besser bekannt als „Hitlerjunge Salomon“. Er brauchte 40 Jahre, um die schrecklichen Dinge, die ihm passiert sind, zu verarbeiten und sie aufzuschreiben. Wieso haben Sie so lange gewartet und wieso haben Sie sich dann dazu entschlossen, in die Öffentlichkeit zu gehen?

 

Peggy Parnass: Das hätte ich bis heute nicht gemacht und habe vorher auch mit niemandem darüber gesprochen, nicht mal mit meinen besten Freunden. Für die Anthologie „Kindheit“ haben alle möglichen Autoren jeweils ein Kapitel über ihre jeweilige Kindheit geschrieben. Ich hätte es nie gemacht, wenn sie für diese Anthologie nicht auf mich zugekommen wären.

lesepunkte: Sally Perel hat darüber berichtet, dass er in der NS-Zeit seinen Glauben verloren hat. In Ihrem Buch deuten Sie an, dass Sie Ihren Glauben ebenfalls verloren haben. Haben Sie ihn wiedergefunden bzw. vermissen sie ihn?

 

Peggy Parnass: Von wiedergefunden kann nicht die Rede sein. Ich habe einen Glauben, ich glaube an Freundschaft. Freundschaft ist mir unglaublich wichtig, vielleicht noch wichtiger als Liebe anderer Art, obwohl diese natürlich auch immer wieder enttäuscht wird. Mein Glaube ist mir abhanden gekommen, als ich als kleines Kind gesehen habe, wie verhaftete Juden an ihren Gott bettelten. Und ich dachte, wenn es einen Gott gäbe, dann müssten sie nicht knien und betteln. Von dem Moment an war das für mich gestrichen. Ich würde aber nie versuchen, Gläubigen ihren Glauben auszureden, wenn sie damit besser leben.

lesepunkte: Wann war Ihnen zum ersten Mal bewusst, dass Ihre Eltern in Lebensgefahr sind?

 

Peggy Parnass: Für mein Gefühl: schon immer. Sonst wären sie ja nicht immer in Panik gewesen und hätten es nicht nötig gehabt, für eine Auswanderung zu sorgen, wegzukommen und sich zu retten. Ich war leider nicht dumm und das war mir immer klar.

lesepunkte: Durch die Flucht nach Schweden haben Sie überlebt. Aber Sie waren dort auch in zwölf Pflegefamilien. Was verbinden Sie heute mit Schweden? Sehen Sie Schweden als „Ort der Rettung“ oder als „Ort des Unglücks“?

 

Peggy Parnass: Schweden war immer verbunden mit Wohlstand. Es war damals das reichste der skandinavischen Länder. Es war verbunden mit schönen Blondinen, mit wunderschöner Natur, in der kleine Walderdbeeren wild wuchsen. Schweden war immer mit positiven Eigenschaften verbunden, aber nicht für mich. Nicht unbedingt durch die zwölf Pflegefamilien, die auch nichts dafür konnten. Ich war ja auch unmöglich. Es gab sehr viele Nazis in Schweden. Und als ich Kind war, konnten meine Freundinnen in Schweden auch nur heimlich mit mir spielen. Ihre Eltern durften es nicht wissen. Es gab Naziparteien und viele illegal dort lebende Nazis, die sich geschmeichelt fühlten durch das optische Naziideal: groß, blond, schön, sportlich.

lesepunkte: Welche Gefühle haben bzw. hatten Sie gegenüber „Deutschland“?

 

Peggy Parnass: Ein sehr, sehr negatives Gefühl, da ich weiß, wozu Deutsche fähig sind und dass sie alles tun, um überzeugend zu lügen. Sie wussten nichts, wissen nichts und stellen sich dumm. Ich war 17 Jahre lang Gerichtsreporterin und habe in den wenigen Naziprozessen nie gesehen, dass die Täter etwas bereut haben. Bereut haben andere. Andererseits habe ich sehr gute deutsche Freunde, die wirklich besonders toll sind. Ich kenne auch einige begeisterte Lehrer, die mit Großeinsatz arbeiten und ihren Beruf ernst nehmen. Es gibst aber auch sehr viele gleichgültige. Irgendwann habe ich begriffen, warum sie ihren Schülern im Geschichtsunterricht nichts beibrachten – was sich mittlerweile geändert hat. Es muss sehr schmerzhaft für sie gewesen sein. Ich finde, dass ich mit meinen toten Eltern so viel besser dran bin als die Millionen mit ihren verdammten Nazieltern, die sie lieben sollen, obwohl sie wissen, was sie auf dem Kerbholz haben. Man sucht sich aus, mit wem man zusammen sein möchte, wenn man es kann. Ich kenne genauso sehr gute Deutsche wie sehr gute Franzosen oder Engländer. Es sind überall die Ausnahmen, die ich gernhabe. Aber die sind dann richtig gut – z.B. die deutsche Tita. Sie ist eine Deutsche, aber ich war es nie und möchte es auch niemals sein. Ich halte von keiner Nation als Nation etwas.

lesepunkte: Können Sie für unsere Leser noch einmal berichten, wie Ihre Freundschaft entstanden ist?

 

Peggy Parnass: Tita hat es eben erzählt. Sie sah mich immer quer über die Straße nackt auf meinem Balkon Blumen gießen. Ich sehe sehr schlecht und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass mich jemand sieht.

Tita do Rêgo Silva: Wir leben beide schon lange in Hamburg St. Georg – ich seit 25 Jahren, Peggy seit den 1970er Jahren. In diesem Stadtteil kennt jeder jeden und er ist sehr international. Früher gab es dort sehr viel Prostitution, Drogen und Künstler. Das war die Mischung. Heute ist es dort sehr teuer, schick und sehr schön geworden. Ich sah Peggy also immer auf ihrem Balkon und fragte meinen Ex-Mann, wer sie denn sei. Danach traf ich sie öfter bei einem gemeinsamen Freund, einem Künstler. Als sie dann einen schweren Unfall hatte und im Krankenhaus lag, habe ich sie mehrere Male besucht und wir sind uns nahe gekommen. Dabei ist auch die Idee zu diesem Buch entstanden.

Peggy Parnass: Sie brachte mir ihre Bilder und gebratenes Hähnchen ins Krankenhaus. Alles, was von Tita kam, war positiv.

lesepunkte: Bei den Bildern ist mir besonders aufgefallen, dass die Menschen als Tiere dargestellt werden. War das Ihre Idee?

 

Tita do Rêgo Silva: Mein Stil und meine Menschen sehen schon sehr lange so aus. Sie haben lange Beine, Tierköpfe usw. Als ich die Idee zu diesem Buch hatte, sagte ich Peggy, dass die Menschen und ihre Familie so wie meine Figuren mit ihren Tierköpfen aussehen würden. Ich fragte sie, ob sie damit einverstanden sei, und sie liebte die Idee. Ich fand das ganz toll, da ich meinen Stil nicht verändern musste. Da es keine Auftragsarbeit war, sondern meine Idee, durfte ich machen, was ich wollte. Es war dennoch eine sehr wichtige Frage. Es hätte sein können, dass Peggy ihre Familie nicht mit deformierten Tierköpfen hätte sehen wollen. Aber sie hat Humor und fand das ganz toll. Sie hat ihre Familie sogar wiedererkannt.

Peggy Parnass: Tita ist es gelungen, alle Situationen einzufangen, obwohl sie keine Bilder von mir bekommen hat. Der Holzschnitt dieser sadistischen Kindergärtnerin ist für mich völlig real.

lesepunkte: Wir waren uns nicht sicher: Welche Tiere sind dargestellt?

 

Tita do Rêgo Silva: Ich denke nicht an ein bestimmtes Tier, wenn ich einen Menschen zeichne. Ich mache sehr viele Zeichnungen, bis es passt. Manchmal sehen sie wie Hirsche oder Kühe aus. Der einzige, der keinen Tierkopf hat, ist Bübchen, Peggys kleiner Bruder. Ihm konnte ich keine Tierschnauze machen, da ich ihn mir immer als eine Art Engel vorgestellt habe.

lesepunkte: Würden Sie sagen, dass das Buch ohne die Bilder gar nicht denkbar gewesen wäre?

 

Peggy Parnass: Ohne die Bilder kein Erfolg. Ich glaube, die Konstellation von Titas Bildern und der Kraft ihrer Farben und Ideen und dem Text machen den Erfolg aus. Das Buch ist erstaunlicherweise sehr, sehr erfolgreich. Es wurde zweifach zu einem der schönsten Bücher des Landes gekrönt. Das hört man gerne. Den Text gab es vorher schon. Er wurde in drei oder vier Büchern abgedruckt, aber da wurde er nicht in dem Maße gelobt wie jetzt.

Tita do Rêgo Silva: Der Text ist sehr stark, aber er ist nur ein Kapitel von Peggys Buch „Unter die Haut“, das schon zehn Auflagen hat. Ich glaube, dass er jetzt mehr Aufmerksamkeit erhält, da es ein eigenständiges Buch ist. Es gab sehr gute Kritiken für dieses Werk, die häufig betonten, dass die Bilder sehr stark im Kontrast zur Geschichte stehen, die zwar sehr traurig ist aber märchenhaft erzählt wird. Das war der Punkt, an dem ich mit meinen Illustrationen angesetzt habe. Ich wollte auf keinen Fall traurige Bilder machen. Meine Bilder sind immer lebensfroh, ich kann keine traurigen Bilder machen. Das Buch war für mich eine Hommage an Peggy und ihr Leben, das ich so interessant finde. Deswegen wollte ich ein schönes Buch machen. Ich wollte dir eine schöne Kindheit schenken, Peggy.

Peggy Parnass: Danke, das nehme ich gerne an. Ich finde, Titas Bilder haben den Text zum Leben erweckt.

lesepunkte: Ist es Ihnen nach dem Ende der NS-Zeit generell schwer gefallen, Freundschaften zu schließen? Dazu gehört ja, jemandem zu vertrauen.

 

Peggy Parnass: Das ist eine sehr gute Frage. Freundschaften sind mir sehr wichtig, deshalb habe ich mich immer kopfüber in Freundschaften und Liebesverhältnisse hineingestürzt. Da habe ich nichts hinterfragt. Ich kann aber auch skeptisch und eifersüchtig sein, wie früher bei meinem kleinen Bruder Bübchen. Bei ihm hat sich das aber sehr schnell ins Gegenteil verkehrt. Ich wollte für ihn alles Schöne und Gute, er sollte alles haben, was das Leben toll macht. Als er einmal Urlaub bei mir in Hamburg machte, habe ich lauter hübsche Freundinnen eingeladen und richtig für ihn Werbung gemacht. Ich war gar nicht darauf gefasst, dass Bübchen nicht mehr klein und blondlockig war und meine Freundinnen alle richtig scharf auf ihn waren. Sie haben sich um ihn geprügelt. Er ist sehr charmant und kann viele Sprachen, da in das Kibbuz, in dem er lebt, immer sehr viele Volontärinnen aus der ganzen Welt kommen. Ich liebe ihn über alles. Es war immer weiter, als wäre er mein Sohn und der, den ich beschützen muss. Das hat sich nicht geändert.

lesepunkte: Sie haben viele unterschiedliche Dinge in Ihrem Leben gemacht. Haben Sie das „gemacht“, weil Sie in Ihrer Kindheit so „machtlos“ waren?

 

Peggy Parnass: Ich habe immer gemacht, was mir gerade wichtig war. Ich hätte es nie ertragen, einen Chef zu haben oder angestellt zu sein. Ich war und bin freiberuflich und bestimme selber, was ich mache. Das ist Luxus, man muss aber auch auf Geld und Sicherheiten verzichten. Aber anders wäre es für mich nicht machbar.

lesepunkte: Sie waren Gerichtsjournalistin und bei den Prozessen in einem Saal mit den Mördern Ihrer Eltern. Wie haben Sie es geschafft, nicht laut loszuschreien und auf sie einzuprügeln?

 

Peggy Parnass: Ich habe mich immer gefragt, wie es kommt, dass in diesem Land nicht Millionen dauernd schreien – egal, was sie erlebt haben. Es war ja auch für die Deutschen grauenhaft. Wer lebt gerne in Kriegen und Bomben. Ich habe das nie begriffen. Ich kann nichts vergessen und nichts verzeihen, aber ich kann auch nicht weinen. Ich habe seit 30 oder 40 Jahren nicht mehr geweint – egal, wie verzweifelt ich war. Der Hass hat nicht aufgehört, aber ich kann mich nicht rächen. Das ist nur möglich, wenn der andere schwächer ist. Die Ruhe im Gerichtssaal war nur äußerlich, in mir kochte es wie verrückt. Der Mann, der mit seiner Unterschrift fast 300.000 Menschen umgebracht hat, hat im Gericht darüber geklagt, dass er immer so überarbeitet war. Ich sah ihn jeden Tag vor dem Gericht und in der Kantine und habe versucht, mich mit ihm zu unterhalten, da ich ja etwas herausbekommen wollte. Er sagte mir, dass er nie etwas Falsches gemacht habe, berichtete aber, dass es schwere Verbrechen gegeben habe. Damit meinte er allerdings, dass gestohlen wurde, was er so nicht durchgehen lassen konnte. Seine treue Frau und seine Söhne waren jeden Tag beim Prozess dabei und waren empört darüber, dass der brave Mann überhaupt vor Gericht stand. Sie haben von Zeugen aus Auschwitz die wahnsinnigsten Dinge gehört, die er angerichtet hat. Das haben sie ihrem Mann oder Vater aber nie zur Last gelegt. Sie haben ihn nie angezweifelt. Er war für sie ein Ehrenmann. Im Knast wurden solche Männer im Übrigen von den Mitgefangenen und den Wärtern ebenfalls immer wie Ehrenmänner behandelt, sie waren die Herrschaft.

(Interview: Felix Kaumanns, Lara Mennicke und Felix Roll) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Interview mit Peggy Parnass und Tita do Rêgo Silva (Felix Kaumanns, Lara Mennicke und Felix Roll). In: lesepunkte 10 (2015), Nr. 1, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/10781/

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Erstellt: 31.03.2015

Zuletzt geändert: 31.03.2015

Kurzbiographie(n)

Peggy Parnass:

Als Kind jüdischer Eltern wurde Peggy Parnass 1934 in Hamburg geboren. Um sie vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten zu schützen, wurde sie von ihrern Eltern mit ihrem Bruder Gady, genannt Bübchen, mit dem Zug nach Stockholm geschickt. Während die beiden Kinder den Holocaust im schwedischen Exil überlebten, wurden ihre Eltern im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Nachdem Peggy Parnass einige Zeit bei ihrem Onkel in London lebte, kehrte sie nach Stockholm zurück und nahm die schwedische Staatsbürgerschaft an. Dem Studium in Stockholm, London, Hamburg und Paris schlossen sich vielfältige Tätigkeiten als Sprachlehrerin, Dolmetscherin, Filmkritikerin, Gerichtsreporterin, Kolumnistin, Schauspielerin und Autorin an.

Einer ihrer Texte, der Aufsatz "Kindheit", welcher seit der 1980er Jahren bereits in verschiedenen Bücher veröffentlicht wurde, diente nun als Grundlage für das aktuelle, gleichnamige Werk.

Tita do Rêgo Silva:

Illustriert wurde das Buch "Kindheit" von der Künstlerin Tita do Rêgo Silva. Sie wurde 1959 im brasilianischen Caxias geboren, studierte Touristik und Kunst und lebt seit 1988 in Hamburg. Dort fertigt sie in ihrem Atelier vor allem farbenprächtige Holzschnitte und Installationen an.

Im Stadtteil St. Georg lernte sie Peggy Parnass kennen, mit der sie seither eine enge Freundschaft verbindet. Aus dieser Freundschaft entstand schließlich auch die Idee, den Text "Kindheit" von Peggy Parnass mit ihren Illustrationen zu verbinden.

Hier findet ihr weitere Informationen zu Autorin, Illustratorin und Buch:

Homepage Peggy Parnass

Homepage Tita do Rêgo Silva

"Kindheit" bei Fischer KJB

Rezension zu "Kindheit"

Fotos

v.l.n.r.: Tita do Rêgo Silva, Peggy Parnass, Kai Erich Wahle, Felix Roll, Felix Kaumanns, Lara Mennicke (Foto: lesepunkte)

(Fotos: Tita do Rêgo Silva)