Kordon, Klaus

  / lesepunkte.de / Archiv / Autor im Profil / Kordon, Klaus

„Jedes neue Buch ist für mich eine Art Berg, den ich besteigen muss.“ 

Klaus Kordon über seine Begegnung mit Helmut Kohl im Supermarkt und die ausufernde Fantasy-Welle 

 


lesepunkte: Ihr autobiographischer Roman „Auf der Sonnenseite“ ist im großen Jubiläumsjahr der Bundesrepublik erschienen: 60jähriger Geburtstag, 20 Jahre Mauerfall – war es Ihnen wichtig, dass das Buch genau in diesem Jahre erscheint?

 

Klaus Kordon: Ja, es war mir schon wichtig gewesen. Das Problem ist: Wenn man so etwas produziert und es kommt ein Jahr zu spät, dann wird es leider nicht mehr wahrgenommen. Wir haben uns daran gewöhnt, dass immer Jahrestage abgefeiert werden. Sind sie vorbei, sind alle so übersättigt davon, dass man keine Chance mehr hat. Es ist leider so, dass man heutzutage ein bisschen abhängig ist von solchen Jubiläen. Ich hätte es natürlich irgendwann schreiben können. Aber ob es dann die Aufmerksamkeit gefunden hätte – ich weiß es nicht. 

lesepunkte: Als Autor haben Sie aber eigentlich nicht den Markt im Auge. Sie machen sich doch eher unabhängig von Moden und Konjunkturen? 

 

Klaus Kordon: Ja, das auf jeden Fall. Meine Bücher sind ja alle nicht so, dass sie nach dem „Markt“ geschrieben sind, da müsste ich ja ganz andere Themen aufgreifen. Es sind ja eher immer sperrige Themen, die sich mit Geschichte beschäftigen oder der deutschen Gegenwart. Das ist nichts, was Mainstream ist. Dann ist es allerdings besonders wichtig, dass man nicht noch zum falschen Zeitpunkt kommt, da hätte man gar keine Chance. 

lesepunkte: „Auf der Sonnenseite“ ist zwar ein autobiographisches Buch, aber auch ein fiktionalisierter Roman. Ihr Alter Ego heißt zum Beispiel „Manfred Lenz“ – warum nicht Klaus Kordon? 

 

Klaus Kordon: Ich sage immer, „Ich weiß nicht, wie ich selber bin, ich kann mich nicht beschreiben“. Ich habe auch immer Schwierigkeiten mit Memoiren und Lebenserinnerungen von bedeutenden Leuten. Ich glaube, die haben eigentlich auch nur Romane geschrieben, weil sich letztlich keiner selbst beschreiben kann. Bei manchen staunt man ja über die frühen Kindheitserlebnisse, die sie noch genau zu wissen glauben. Ich denke, ich kann das nicht und will das auch gar nicht versuchen. Ich möchte eine Figur haben, die das erlebt, was ich erlebt habe; oft das denkt, was ich gedacht habe und auch das fühlt, was ich manchmal gefühlt habe. Das muss aber nicht in jeder Situation „Ich“ sein. Ich muss mich nicht ständig fragen „Hast Du das damals wirklich so gesagt oder empfunden?“ – ich kann damit lockerer umgehen. Außerdem ist es so, dass auch meine Nebenfiguren zwar nachgezeichnet sind, aber oft mehrere „wirkliche“ Figuren zu einer einzigen Romanfigur verschmelzen. Es ist eben ein Roman und kein Dokumentarbericht. Ich würde es als „autobiographisch gefärbten Roman“ bezeichnen.

lesepunkte: Mussten Sie denn noch viel recherchieren und sich einlesen, um das Zeitkolorit einzufangen? 

 

Klaus Kordon: Nein, das eigentlich nicht, das Gefühl für die Zeit war noch da. Natürlich muss man manche Fakten genauer überprüfen. Ein Kapitel im Buch befasst sich zum Beispiel mit der Terroristenzeit der Siebziger Jahre. Manfred Lenz kommt gerade aus dem Stasi-Gefängnis in Ostdeutschland und wird in die Bundesrepublik entlassen. Im Westen bekommt er mit, dass dort auch wieder – in Anführungszeichen – „Sozialisten“ sind, die mit Gewalt ihre Ideen durchsetzen wollen. Das berührt ihn stärker, als vielleicht Leute, die im Westen aufgewachsen sind. Als ich dann die Morde an Buback [Anm. Redaktion lesepunkte: 1920-1977, deutscher Generalbundesanwalt] und Schleyer [Anm. Redaktion lesepunkte: 1915-1977, Arbeitgeberpräsident] im Buch erwähnte, stellte ich fest, dass die Leute nur noch die Namen von diesen bedeutenden Persönlichkeiten wissen. Die Namen des Fahrers und des Begleitpersonals, die auch von den Terroristen getötet wurden, kennt aber niemand mehr – ich musste selbst herausfinden, wie die hießen, um sie namentlich erwähnen zu können. Ganz abgesehen davon, gibt es natürlich auch Daten, die man auffrischen muss. Mir ging es aber vor allem darum, den jungen Leuten, die heute dieses Buch lesen, ein Geschichtsbild zu vermitteln. Denn die wissen nicht mehr, wie es vor 20 oder 30 Jahren war. 

lesepunkte: Noch einmal zurück zum Titel Ihres Buchs „Auf der Sonnenseite“, der dürfte ja auch eine ironische Note haben. Der Westen ist wohl nicht nur „Sonnenseite“ – oder? 

 

Klaus Kordon: Na ja, Sonnenseite schon, aber auch mit Schatten. Es wird im Buch deutlich, dass der Manfred Lenz die Freiheit im Westen schon genießt. Er kann jetzt so schreiben, wie er denkt und muss nicht mehr, wie in der DDR, verstecken was er geschrieben hat. Er kann jetzt den Mund aufmachen, schreiben, veröffentlichen und durch Europa und die ganze Welt reisen. Aber es gibt auf dieser Sonnenseite auch Schatten, und das ist hauptsächlich die Jagd nach dem Geld. Das Geld bestimmt alles – in der DDR war das anders gewesen, da war nicht wichtig, ob man viel oder wenig Geld hatte. Im Westen dreht sich alles darum, jeder versucht irgendwie Geld zu machen, oft auch mit unlauteren Mitteln. Diese Erfahrung muss Lenz hin und wieder machen. 

lesepunkte: Der Titel selbst ist aber auch ein konkretes Zitat. 

 

Klaus Kordon: Ja, die Nacht vom 9. November 1989, als in Berlin die Mauer fiel, hat Helmut Kohl als Staatsgast in Polen verbracht. Spät am Abend haben ihn Journalisten befragt, wie er dazu stehe, und sinngemäß hat er gesagt, nun hätten die Ostdeutschen die Chance, auf der Sonnenseite der Geschichte zu leben. Diesen Ausdruck „Sonnenseite der Geschichte“ fand ich so fantastisch, dass es mir passend erschien, diesen Titel für das Buch meines Helden Manfred Lenz zu nehmen, der auf der Sonnenseite lebt, aber auch Schatten wahrnimmt. Was ich anderthalb Jahrzehnte vor dem Fall der Mauer als Einzelner erlebt habe, das hat später ein ganzes Volk erlebt: Die ganze DDR kam plötzlich von heute auf morgen in den Westen. 

lesepunkte: Helmut Kohl ist aber auch eine historische Figur, die Sie in Ihrem Buch ein bisschen zurechtstutzen. Und mit dem Geschichtsbild von Kohl, der von der „Gnade der späten Geburt“ sprach, dürften Sie sich auch nicht anfreunden können? 

 

Klaus Kordon: Nein, ich schreibe ja seit vielen Jahren über deutsche Geschichte und ich kann die „Gnade der späten Geburt“ nicht so empfinden. Natürlich weiß ich, dass Kohl nicht gemeint hat, dass alle heute Lebenden nichts mehr mit der deutschen Geschichte zu tun hätten. Es war aber ein unglücklich gewähltes Wort gewesen, das zudem noch im Gespräch mit einem israelischen Journalisten fiel. Aber Helmut Kohl ist ja öfter mal ins Fettnäpfchen getreten. Ich berichte im Buch über zwei Begebenheiten mit Kohl. Einmal, wie er in den Ferien zufällig in einem österreichischen Supermarkt hinter mir in der Kassenschlange stand. Kohl hat ja immer in St. Gilgen Ferien gemacht und da stand eben einmal dieser riesige Helmut Kohl, damals Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, mit einem Beutel Kartoffeln hinter mir. Da war ich als ehemaliger Ostbürger sehr beeindruckt, dass ein so hoher Politiker ohne Bodyguards Kartoffeln kauft. Erich Honecker hätte ich im Osten garantiert nie im Supermarkt treffen können. Später habe ich ihn dann einmal kurz auf der Buchmesse kennen gelernt, als wir uns über eines meiner Bücher unterhielten. Da hatte man das Gefühl, dass man in Berührung mit diesem Mann kommt, auch wenn man viele seiner politischen Entscheidungen und Taktierereien innerlich ablehnt. Das ist aber nun mal in der Demokratie so, dass man mit Leuten leben muss, deren Meinung man nicht teilt.

lesepunkte: Sie haben einmal in einem Interview geäußert, dass der Antrieb, für Jugendliche und Kinder zu schreiben auch in Ihrer eigenen schweren Kindheit liege. Dass dadurch das Bedürfnis geweckt wurde, sich weiterhin mit dem Thema Jugend zu beschäftigen. 

 

Klaus Kordon: Ich glaube, man nimmt Kindheit und Jugend einfach ernster, wenn bei einem selbst nicht alles glatt gelaufen ist. Ich habe auch bei vielen Kollegen von mir, die ich selbst gut finde, festgestellt, dass sie eine ziemlich schwere Kindheit hatten. Und ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche handfeste Bücher in die Hände bekommen und nicht bloß Pudding, nicht bloß Unterhaltungslektüre. Es macht natürlich auch viel Spaß, jungen Leuten etwas zu erzählen, die noch dabei sind, die Welt aufzunehmen und nicht alles, was die Älteren ihnen übergeben, gut finden. Ihnen dabei zu helfen, vieles in Frage zu stellen und ihnen zu zeigen, wie es damals gewesen ist oder wie es in anderen Gegenden der Welt aussieht, ist eine sehr dankbare Aufgabe. 

lesepunkte: War es dann auch ein Glücksfall für Sie, dass sich das Themenspektrum der Jugendliteratur in den 1970er Jahren enorm erweitert hat? 

 

Klaus Kordon: Ja, ganz sicher. Ich bin ja einer von den Autoren gewesen, die als erste die Literatur für Kinder und Jugendliche aufgebrochen haben und ernsthaftere Probleme angeschnitten haben, nicht mehr nur „Heile-Welt-Themen“. Das war einfach an der Zeit damals, es mussten sich nur die Leute finden, die das auch machen – und die finden sich ja dann auch komischerweise immer. Ich habe ja nicht bewusst gesagt „Ich will das jetzt aufbrechen“; es war mir einfach ein Bedürfnis, über neue Themen zu schreiben und dieses Bedürfnis hatten auch noch andere. 

lesepunkte: Wenn Sie auf die Jugendliteraturszene heute schauen – hat sich der aufklärerische Impuls im Politischen und Lebensweltlichen verbraucht? 

 

Klaus Kordon: Verbraucht vielleicht nicht, aber er ist verdrängt worden durch leichtere und eingängigere Literatur. Es ist doch so, dass die meisten Menschen gerne Sachen lesen, die sie guten Gefühls lesen können. Bei denen sie nicht nachdenken müssen oder nicht traurig gestimmt werden oder nicht wütend werden, weil irgendetwas in der Welt so ist, wie es ihnen nicht gefällt. Sich leicht und locker unterhalten zu lassen, ist eben ein Wunsch, der bei vielen da ist. Und der wird aktuell gefördert durch dieses ausufernde Angebot an Fantasy-Literatur. Überall, wo sie hinkommen, finden sie Fantasy-Literatur, die nichts in Frage stellt und ihnen nichts aus ihrer eigenen Welt erläutert. Da können sie aus Ihrem grauen Alltag in die bunte Fantasy-Welt fliehen. Das ist auch alles in Ordnung und das soll es alles geben – ich will da nicht missverstanden werden – aber, dass diese andere Literatur, die etwas in Frage stellt und historische Zusammenhänge aufgreift, die in den 1970er Jahren aufkam und vielleicht in den 1980ern ihren Höhepunkt hatte, so an den Rand gedrückt wird, ist bedauerlich. Ich habe nichts gegen leichtere Literatur, man muss immer alles haben. Ich habe als Jugendlicher alles gelesen, den größten Schund und die tollsten Bücher. Irgendwie hat man im Kopf ein Sieb; manches fällt durch und einiges bleibt da hängen, das man dann nie vergisst. Es muss, glaube ich, wieder mehr das gefördert werden, was hängen bleibt.

lesepunkte: Es gibt ja auch das Phänomen, dass Jugendliteratur zunehmend in den Bestsellerlisten der Erwachsenen landet. Zum Beispiel Stephenie Meyer mit ihrer „Biss“-Reihe blockiert die ersten Plätze. Wie lässt sich das erklären – werden die Erwachsenen immer kindischer? 

 

Klaus Kordon: Ich glaube, dass es schon so eine Art Fluchtbewegung von Leuten gibt, die sich aus dem Alltag verabschieden wollen. Es soll möglichst leicht sein und nicht wehtun beim Lesen. Ich will da nicht zu hart urteilen, weil es immer ein bisschen komisch klingt, wenn man sich als Autor über andere Bücher äußert. Aber gerade diese „Biss“-Bücher halte ich für den letzten Schwachsinn, ich kann’s nicht anders sagen. Es ist natürlich auch alles ein großes Geschäft und bestimmte Sachen werden auch besonders gefördert, weil sie sich eben gut verkaufen lassen. Auf manchen Büchertüten steht ja der schöne Spruch „Lesen gefährdet die Dummheit“ – das heißt, wer liest wird klüger. Ich glaube der Spruch stimmt nicht immer, manchmal kann Lesen auch die Dummheit fördern. 

lesepunkte: Sie sind ja jetzt selbst schon seit 32 Jahren im Geschäft. Wie bekommen Sie da überhaupt noch mit, wie Jugendliche heute ticken? 

 

Klaus Kordon: Durch Lesungen. Ich gehe mit meinen Lesungen ja nicht nur in Bibliotheken und Buchhandlungen, wo nur die Leser kommen, die meine Art zu schreiben mögen, sondern auch in Schulen, wo Leute sitzen, die gar nicht lesen oder ganz andere Sachen lesen. Da bekommt man schon einen guten Einblick, denn ich lese ja nicht nur, die Hälfte der Zeit führe ich ein Gespräch mit den Jugendlichen. Anhand der Fragen und der Diskussionen bekommt man schon mit, was in deren Köpfen vorgeht und was sie gut finden und was bei ihnen ankommt. 

lesepunkte: Gab es denn über die lange Strecke ihrer Autorentätigkeit auch Ermüdungserscheinungen? 

 

Klaus Kordon: Eigentlich nicht, weil ich immer sehr verschiedene Sachen schreibe. Unter meinen Büchern sind heitere Sachen für kleinere Kinder, dann wieder mal ein historischer Roman für ältere, der um die fünfhundert Seiten hat, an dem ich dann anderthalb Jahre gesessen habe. Das ist für mich sehr abwechslungsreich. Ich muss Ihnen auch ehrlich sagen: Ich wüsste nicht, was ich mit meiner Lebenszeit anfangen sollte, wenn ich nicht mehr schreiben würde. Den ganzen Tag nur in die Sonne blicken, es sich gut gehen lassen, ins Kino gehen oder selber lesen… Ich lese immer noch sehr viel, aber den ganzen Tag nur lesen könnte ich beim besten Willen nicht. Ich glaube, ich werde so lange schreiben, bis mir der Griffel aus der Hand fällt. Mein aktueller Roman, der gerade fertig geworden ist und nächstes Jahr erscheinen soll, wird um die fünfhundert Seiten haben; gerade mache ich etwas für ganz Kleine: eine Affengeschichte für Kinder unter sechs Jahren. Wenn ich die fertig habe, bin ich garantiert wieder heiß auf etwas Neues. Das ist für mich wie ein kleiner Urlaub. 

lesepunkte: Verändert sich denn der Prozess des Schreibens im Alter? Sie sind jetzt 66 Jahre alt geworden. Wird man da abgeklärter und technischer? Man hat ja sein Repertoire irgendwann ausgeschöpft. 

 

Klaus Kordon: Ich hätte es mir früher so vorgestellt und gedacht, dass es irgendwann Routine wird. Aber ich habe festgestellt, dass es nicht zur Routine wird. Jedes neue Buch ist für mich eine Art Berg, den ich besteigen muss. Und jeder Berg ist anders geformt und gezackt, und ich weiß nicht, ob ich hochkomme. Ich bin schon auf so viele Berge gestiegen und da könnte man ja sagen, „der schafft das locker“. So ist es aber nicht. Bei meinem historischen Roman, der sich gerade im Endstadium befindet, musste ich auch nach dem fünften Überarbeiten feststellen, dass ich den ersten Teil noch einmal ganz überarbeiten muss. Sie können jetzt sagen, dass einer, der so viele Bücher geschrieben hat, das locker hinbekommen müsste – es ist aber immer wieder etwas Neues. Und ich bin auch dankbar dafür. Denn wenn ich es locker hinbekäme, würde ich es anzweifeln, weil ich eigentlich gewohnt bin, dass man immer ein bisschen kämpfen muss beim Schreiben.

lesepunkte: Der aktuelle historische Roman an dem Sie gerade sitzen, ist das der Abschluss ihrer Trilogie, die mit den Jahren 1848 und 1870/71 begonnen hat? 

 

Klaus Kordon: Ja genau. 

lesepunkte: Und wo spielt die Handlung jetzt? 

 

Klaus Kordon: Im Jahr 1890. Die Trilogie behandelt die Anfänge der Demokratiebewegung im 19. Jahrhundert. Die Märzrevolution 1848, dann 1870/71 der deutsch-französische Krieg und die Reichsgründung und jetzt 1890 das Ende des Sozialistengesetzes. Die Sozialdemokraten waren ja 12 Jahre lang unter Bismarck verbotenen gewesen. Da die Trilogie eine Familiengeschichte ist, erlebt mittlerweile der Enkel von den beiden jungen Leuten aus dem ersten Band diese Zeit als Hauptfigur mit. Damit habe ich eigentlich auch die Historie, die mich interessiert, abgegrast. Eine andere Trilogie von mir behandelt ja noch die Jahre 1918, 1933 und 1945 [„Die roten Matrosen“, „Mit dem Rücken zur Wand“, „Der erste Frühling“, Anm. Redaktion lesepunkte]. Ich glaube, ich werde dann irgendetwas ganz anderes schreiben müssen. 

(Interview: Jochen Pahl) 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Interview mit Klaus Kordon (Jochen Pahl). lesepunkte 4 (2009), Nr. 5, in: lesepunkte, URL: http://www.lesepunkte.de/no_cache/persistent/artikel/7296/

Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.



Erstellt: 04.11.2009

Zuletzt geändert: 04.11.2009

Download

Das Interview zum Hören
(13,6 MB)
Buchmesse Frankfurt
15. Oktober 2009

Kurzbiographie

Klaus Kordon wurde 1943 im Berliner Nordosten geboren. Nachdem seine Mutter 1956 starb, wuchs er in Kinder- und Jugendheimen auf und versuchte sich in mehreren Berufen, u.A. als Transportarbeiter. An der Abendschule holte er das Abitur nach und studierte Volkswirtschaft. Als Exportkaufmann führten Klaus Kordon zahlreiche Reisen nach Afrika, Australien, Südamerika und Asien, insbesondere nach Indien. Nach einjähriger politischer Haft wechselte er 1973 aus der DDR in die Bundesrepublik und lebte mit seiner Frau und den beiden Kindern zunächst in der Nähe von Frankfurt/Main. Seit 1980 ist er freiberuflicher Schriftsteller. Heute lebt er mit seiner Frau wieder in Berlin. Die Kinder sind inzwischen erwachsen und haben selbst jeweils 2 Kinder.

Auf der Sonnenseite, Beltz & Gelberg 2009, ISBN 978-3-407-81059-5

Auszeichnungen

Klaus Kordon wurde mit vielen namhaften nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. So erhielt er 1994 den deutschen Jugendliteraturpreis für seine Kästner-Biografie „Die Zeit ist kaputt“ (Gulliver TB im Beltz Verlag, 7. Auflage 2009). Für sein Gesamtwerk wurde Klaus Kordon von der Akademie der Künste in Berlin 1998 mit dem Alex-Wedding-Preis ausgezeichnet. 1999 erhielt er den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Im Jahr 2003 wurde er ebenfalls für sein Gesamtwerk mit dem Voerder Buchpreis ausgezeichnet.

Homepage

www.kordon.eu

Seite des Autors mit vollständiger Bibliographie und weiteren Informationen.